Treppchen für den PYC beim Max-Oertz Preis
Jährliches Highlight in der Saisonplanung der Majo ist der Max-Oertz-Preis. Warum? Eigentlich scheint am Pfingstmontag immer die Sonne und die Stimmung im ASV ist kaum zu überbieten, da das Stiftungsfest jeweils am Abend vor der Regatta stattfindet und die Aufreihung der getrunkenen Sektflaschen im Pavillon auf der Wiese Aufschluss über die stimmungsvolle Nacht gibt.
Kurzfristig hatte sich die Crew der Majo dann aber vorgenommen, den Pfingstmontag nicht vornehmlich für den Wettbewerb um die Plätze, sondern für einen Trainingsschlag zu nutzen. Auf dem Weg zur „Tanis von der Mosel-Regatta“ war nun eben das Üben von vielen Manövern für den Tag angesetzt.
Doch zurück: Der Tag begann mit sehr wenig Wind, so dass klar war, dass bis nach Spandau der Motor angeworfen werden musste. Am Start angekommen, blieb gerade noch Zeit, die Pin-Ends zu tracken und schon ging’s los. Wohlweislich der Gepflogenheit der Sweet Sixteen, immer hoch mit Backbord am Startschiff zu starten, entschieden wir uns für das Pin-End. Wenn auch windmäßig benachteiligt, konnten wir so ohne die vielen Raum-Protestrufe starten und in Ruhe den ersten Windstrich nutzen. Mit halbwegs stabilem Wind ging es bis zum Grunewaldturm. Hier gabs dann die ersten Windlöcher, die wir glücklicherweise umfahren und uns schnell auf Platz 3 vorsegeln konnten.
Bei Lindwerder kam dann das erste Mal der Spi zum Einsatz, der jedoch immer wieder einfiel. In der großen Breite ging es bei allen Booten mit einem Hangeln von Windfenster zu Windstrich weiter, so dass sich die Sweet als erst führendes Team am Wannsee-Eingang einparkte. Die DYNA nutzte die Chance und konnte an der Tonne vor Kladow tatsächlich als erstes Boot um die Wendemarke gehen. Wir konnten gerade noch verhindern, dass die Sweet bei unserer Rundung als zweites Schiff mit Innenraum vorbeizog. Spätestens hier war unser Ehrgeiz geweckt und es wurde von Übungs- auf Regattamodus geschaltet.
Vor Imchen fand die Sweet dann den glücklichen Windstrich, der sie bis zur Ziellinie enteilen ließ. Unser erarbeiteter Vorsprung zu der verfolgenden Gruppe hingegen schmolz stetig dahin, als sich der Wind vorm Britischen nicht entscheiden konnte, ob er nun von vorne oder hinten kam.
Nach unzähligen Spi-Manövern konnte der Vorsprung wieder ausgebaut werden. Auf den letzten Metern kamen uns Meteor und klar kimming gefährlich nahe. Bei höchster Konzentration erreichten wir als drittes Schiff die Scharfe Lanke.
Zur Abkühlung für die Mühen gab es erstmals ein erfrischendes Bad und auch ein Kaltgetränk im Schatten. Dank des leckeren Grillbuffets verging auch die Wartezeit bis zur Preisverleihung im Fluge. Herrliches Ende des anders geplanten Tages war dann der Triple des PYC: Platz 3 an die Sweet Sixteen, Platz 2 an die Double-Hander von der chick und überglücklich der 1. Platz an uns. Was für ein super Vorbereitungsspaß für die 700-Seemeilen-Wettfahrt im Juni auf der Ostsee. Weiterer Top-10 Erfolg für den PYC auf Platz 8: Hannah.
Bericht: Charlotte Freundel + Hans Glave, Fotos: Charlotte + ASV